Führung neu denken: Orientierung geben in komplexen Zeiten

Inmitten des historisch geprägten und zugleich modernen Ambientes der Kollitsch Gruppe beschäftigten wir uns mit der Frage, wie Führung in komplexen Zeiten wirksam gestaltet werden kann. Herwig Kummer (Leitung Personalmanagement beim ÖAMTC) zeigte in seinem Impuls eindrucksvoll auf, dass klassische Führungslogiken zunehmend an ihre Grenzen stoßen. Es reicht nicht mehr aus, ausschließlich zu messen, zu ordnen, zu steuern und zu entscheiden. Vielmehr geht es darum, wahrzunehmen, Beziehungen aktiv zu gestalten und eine gemeinsame Richtung zu entwickeln, statt diese einseitig vorzugeben. 🎯


Gerade in dynamischen Systemen gewinnen Fähigkeiten wie Anpassungsfähigkeit, Improvisation und der konstruktive Umgang mit Unsicherheit zunehmend an Bedeutung. Führungskräfte stehen heute vor der Herausforderung, Stabilität zu schaffen und gleichzeitig Offenheit für neue Entwicklungen zu ermöglichen. ⚖️

 


Führung zwischen Stabilität und Offenheit.

Besonders spannend war dabei der Gedanke, dass moderne Führung nicht nur Orientierung geben, sondern auch die nötige Spannung innerhalb von Organisationen ermöglichen muss. Führungskräfte stehen zunehmend vor der Herausforderung, Räume zu schaffen, in denen auch im beruflichen Kontext „lebendige Spielfreude“ entstehen kann – also Offenheit für Neues, gemeinsames Ausprobieren und die Bereitschaft, gewohnte Denkweisen zu hinterfragen. ⚡

Gerade in komplexen Systemen braucht es die Fähigkeit, zu improvisieren, neue Zugänge zuzulassen und Fehler nicht ausschließlich als Risiko, sondern auch als wichtigen Bestandteil von Lern- und Entwicklungsprozessen zu verstehen. Denn Lernen entsteht oft genau dort, wo Dinge nicht nach Plan verlaufen. 🔄

 

Dabei stellte sich auch die zentrale Frage: Braucht es unter diesen Rahmenbedingungen überhaupt noch Führung? Die klare Antwort lautete: Ja – jedoch in einem anderen „unverhandelbaren Rahmen“. Moderne Führung bedeutet nicht den Verzicht auf Orientierung oder Struktur. Vielmehr geht es darum, gemeinsame „Standard Moves“ zu kultivieren und dadurch einen gemeinsamen Takt innerhalb der Organisation vorzugeben. 🤝

 

Gerade deshalb bleibt der Handlungs- und Gestaltungsrahmen für Führung hoch relevant – verlangt jedoch zunehmend ein Umdenken sowie neue Herangehensweisen seitens der Führungskräfte. 💡

 

Zentrale Gedanken des Impulses:

  • Orientierung statt reiner Steuerung. 🧭
  • Spannungen produktiv gestalten. ⚡
  • Improvisation und Lernen zulassen. 🔄
  • Gemeinsame Muster und Prinzipien etablieren. 🤝
  • Offenheit und Stabilität gleichzeitig ermöglichen. 💡

Ein herzliches Dankeschön an Herwig Kummer für diese spannenden Einblicke und „Neublicke“. ✨

 

Danke auch an unsere diskussionsfreudige Community. Im Rahmen der anschließenden Diskussion konnten unterschiedliche Perspektiven und vermeintliche Widersprüche sichtbar gemacht und im Sinne einer „beidhändigen Führung“ gemeinsam reflektiert werden. 🤝

 

Gerade dieser offene Austausch machte einmal mehr deutlich, wie wichtig unterschiedliche Blickwinkel und gemeinsames Lernen im Umgang mit komplexen Herausforderungen geworden sind.

 

Kunst, Begegnung und gemeinsamer Ausklang.

Im Anschluss an den fachlichen Teil hatten wir außerdem die Gelegenheit, uns das Kollitsch Kunsthaus anzusehen und ausgewählte Exponate der Kunstsammlung Kollitsch näher kennenzulernen. Die spannenden Einblicke und Geschichten hinter den Bildern und Objekten wurden von Thérèse Gregori (Galerieleitung) gemeinsam mit Monika Zechner fachkundig begleitet und rundeten den Nachmittag auf besondere Weise ab. 🎨

 

Ein herzliches Dankeschön gilt Sigrun Kollitsch (Geschäftsführung Kollitsch Gruppe) und Ines Skrinar (Leitung Menschen & Kultur) für die Gastfreundschaft und den besonderen Rahmen der Veranstaltung. Ebenso bedanken wir uns bei Leonie Kasprian sowie dem Team von KARNERTA für das hervorragende Buffet und den gelungenen kulinarischen Ausklang. ✨

 

Fazit und Ausblick.

Der Austausch hat einmal mehr gezeigt: Moderne Führung entsteht nicht durch maximale Kontrolle, sondern durch die Fähigkeit, Orientierung zu geben und gleichzeitig Entwicklung zu ermöglichen. Organisationen sind gefordert, neue Denkweisen zuzulassen, Spannungen produktiv zu gestalten und gemeinsam tragfähige Rahmenbedingungen für Zusammenarbeit zu schaffen. 🚀

 

Moderation und Organisation: Michael Kosutnik und Anna Bäuchler🎙️
Redaktion & Aufbereitung: Alina Unterreiter✍

  ©️ Alina Unterreiter

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