Empower People 2025 – Ready for AI?

Empower People 2025

In einer Welt, die sich rasant verändert, ist es wichtiger denn je, sich den Herausforderungen der Zukunft zu stellen. Die Digitalisierung hat bereits viele Bereiche unseres Lebens revolutioniert – und die nächste große Welle mit Künstlicher Intelligenz (KI) findet längst statt.🌍⚙️

Doch was bedeutet das für Unternehmen, Mitarbeitende und die Art, wie wir lernen und arbeiten?

Dieser Blogbeitrag fasst die Impulse von drei Expert:innen zusammen, die sich intensiv mit den Chancen und Herausforderungen der KI-Ära im Bereich Learning & Development auseinandersetzen.📚🚀

 

Julian Knorr: Transformation als Expedition.🏔️

Julian Knorr vergleicht die Transformation durch KI mit einer Expedition. Sicherheiten? Gibt es nicht mehr. Jobs werden sich verändern – alle. Um diese Reise erfolgreich zu gestalten und menschliche Potenziale freizusetzen, braucht es:

 

  • Eine gemeinsame Vision. Alle Beteiligten müssen verstehen, warum die Transformation notwendig ist. Der „Navigator“ der Expedition braucht Mut, Unsicherheiten auszuhalten und das große Ganze zu sehen. Eine Rückreise in eine Vor-KI-Zeit ist nicht mehr möglich.⏳
  • Diversität. Unterschiedliche Perspektiven, Kompetenzen und Denkweisen sind essenziell – Erfolg entsteht gemeinsam.🤝
  • Individuelle Lernpfade. Unterschiedliche Startpunkte der Mitarbeitenden erfordern maßgeschneiderte Lernwege.🎯
  • Ein digitales Mindset. Der Fokus im Lernen muss sich in Richtung Mindset ändern. Technologien, Prozesse und Business-Modelle sind sichtbar und greifbar. Als Fundament brauchen wir Menschen ein digitales Mindset. Es ist entscheidend und umfasst sechs Dimensionen: Offenheit und Agilität, Kundenzentriertheit, offener Umgang mit Scheitern, Kreativität, Proaktivität und Unternehmertum sowie Kritikfähigkeit.🌱
  • KI-Kompetenz. Sie verbindet sichtbare technologische Fähigkeiten mit Mindset und Ethik. Dazu gehören Grundlagenwissen, Toolkenntnisse, praktische Anwendung sowie ein nachhaltiger und reflektierter Umgang damit.🧠

 

📊 Der Mix ist entscheidend: Lag KI-Kompetenz laut World Economic Forum 2025 noch auf Platz 11 der wichtigsten Future Skills, wird sie 2030 an der Spitze stehen.

„Say HI (Human Intelligence) to AI (Artificial Intelligence).”

Jan Foelsing: New Work braucht New Learning – und konstantes Upskilling.🧩

Jan Foelsing macht deutlich: Die Personalentwicklung braucht ein KI-Update. Die Gap zwischen benötigten und vorhandenen Skills wächst – und durch den demografischen Wandel verstärkt sich diese Lücke zusätzlich. Klassische Lernangebote sind zu langsam. Was es jetzt braucht ist Empowerment, Co-Creation und Skill-Transparenz. Mitarbeitende sollen aktiv in Lernprozesse eingebunden werden, um die Kluft zwischen vorhandenen und notwendigen Fähigkeiten zu schließen. Denn: ➡️ 70 % des Erfolgs einer KI-Integration hängen von Menschen und Prozessen ab – nur 30 % von Technologie.⚙️

 

Die Transformation sollte schrittweise erfolgen – von KI als einfachem Tool (Prompting) bis hin zu echter Mensch-Maschine-Symbiose.🤝 Die KI-Transformation kann dabei als Metamorphose verstanden werden: die Verwandlung von der Raupe in einen Schmetterling. Nicht hingegen sollte die KI Transformation, wie vielfach wahrgenommen wird, als eine reine Beschleunigungsmaschinerie verstanden werden. Für die stufenweise Einführung empfiehlt Foelsing:

  • EU-AI-Act-konforme Lernangebote als „Single Point of Truth“.
  • Austausch, Exploration und Co-Creation – mit Role Models als Orientierung.
  • Praxistrainings mit Bezug zur Zielgruppe.
  • Performance-Support durch KI-Assistenzsysteme.

Um den steigenden Kompetenz-Gap zu schließen, braucht es eine Augmentation menschlicher Lernbegleitung durch digitale Assistenten. 👩🏼‍💻🤖

 

Esther-Marie Wulf: Von Trainingsorganisation zu Lernkultur-Gestaltung.🌱

Esther-Marie Wulf zeigt anhand der HDI Group (ca. 10.000 Mitarbeitende), warum die klassische Trainingsorganisation nicht mehr ausreicht. Ihr zehnköpfiges Team gestaltet neue Rollenprofile und Lernprozesse, die den Kulturwandel unterstützen.🚀 Dazu gehören:

  • Learning Culture Movers – gestalten Programme und Projekte zur Förderung der Lernkultur.💡
  • Learning Experience Designers – entwickeln, bewerben und optimieren Lernangebote.🎨
  • Learning Pioneers – agieren als Trendscouts und identifizieren relevante Zukunftsthemen.🔍
  • Learning Operations – steuern Lernplattformen, Prozesse und Daten.⚙️

Die Umsetzung der neuen Rollen erforderte zunächst die Schaffung interner Ressourcen, wobei Standardtrainings konsequent ausgelagert wurden. Dieser Schritt veränderte das Mindset im Team spürbar: Schon die neuen Rollenbezeichnungen wirkten wie ein Booster für ein Umdenken und stärkten Entwicklung, Eigenverantwortung und Kreativität. Gleichzeitig fördern gegenseitige Inspiration und Freude an der Zusammenarbeit das Teamgefühl und wirken positiv in die Organisation hinein.

Bewusst angestrebt und auch wirksam, sind mittlerweile kurze Impulsformate. Sie sind wesentlicher Bestandteil der neuen Entwicklungsaktivitäten, die Lernen wirksam und inspirierend machen.⚡

Ein- und Zweitages Seminare gehören eher der Vergangenheit an. Gelernt wird in kurzen „Impuls-Sessions“ die auch gleich erprobt werden können.

 

Auch das interne Netzwerk der „Learning Experts“, die KI-Lernreise sowie kleinere, frische Lernformate heben die Weiterbildungsangebote auf ein neues Niveau. Die Lernkultur verfolgt dabei das klare Ziel, Lernen stärker in den Arbeitsalltag zu integrieren. Das gelingt unter anderem durch die aktive Einbindung der Führungskräfte, eine Toolbox für teamorientierte Lernformate sowie einen Learn Hub für ausgewählte Top-Kompetenzen.🧰💡

Für 2026 ist zudem geplant, die Entwicklung der Lernkultur mithilfe eines Learning Index sichtbar und messbar zu machen.🎯

 

Fazit: Gemeinsam besser in die Zukunft.📌

Die Transformation hin zu einer KI-gestützten Arbeitswelt ist keine leichte Aufgabe – sie gleicht einer Expedition.🧭 Julian Knorr betont, dass Erfolg nur gemeinsam gelingt, wenn alle Beteiligten ihre Stärken einbringen und sich auf eine gemeinsame Vision einigen. Esther-Marie Wulf zeigt, wie innovative Lernformate und neue Rollen in der Personalentwicklung die Lernkultur stärken können.🌱 Jan Foelsing unterstreicht die Bedeutung eines neuen Learning Ecosystems und die zentrale Rolle der Menschen in der KI-Transformation.👥

 

Die exponentielle Geschwindigkeit, mit der sich KI entwickelt⚡, erfordert ein Umdenken in der Art und Weise, wie wir lernen und arbeiten. Menschen können nur linear lernen. Unternehmen müssen daher nicht nur in Technologie und Prozesse investieren, sondern vor allem in die Menschen, die diese Transformation tragen.💡

Denn am Ende sind es die Menschen, die den Unterschied ausmachen💛 – mit dem richtigen Mindset 🧠 und der Fähigkeit, KI als assistierendes Werkzeug zu nutzen.🛠️🤖

 

🤝 Danke

✨ … für das große Interesse an der mittlerweile 4. Empower People mit rund 220 Teilnehmer:innen – darunter Personalmanager:innen, Personalentwickler:innen, Studierende sowie viele weitere Interessierte.

🎙️ … an unsere inspirierenden Vortragenden für ihre wertvollen Impulse, Perspektiven und Denkanstöße.

🏫 … und an die FH Kärnten für die verlässliche Unterstützung – auch 2025.

 

📄 Die Präsentationsunterlagen stehen bald auf der Homepage bereit.

Moderation und Organisation: Ursula Liebhart🎤
Koordination und Unterstützung: Michael Kosutnik, Christian Mörtl und Anna Bäuchler💡
Redaktion und Aufbereitung: Alina Unterreiter✍️

©️Alina Unterreiter

Start PE-C 6. Reihe | Community Event | Veränderung in Organisationen und die Rolle von HR

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24. Februar 2026
16:00 Uhr – 19:00 Uhr
HOST: Wird noch bekannt gegeben.

PE-C “Lunch & Learn” | Gesetzliche Anforderungen an HR

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19. März 2026
12:00 Uhr – 13:00 Uhr
Online via Teams.

PE-C “CEX2” | Community EXperts EXchange

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09. April 2026
08:00 Uhr – 10:00 Uhr
Online via Teams.

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